Umfrage: Wie gut helfen eure verschriebenen Medikamente gegen RLS?

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Alleine in Europa müssen bis zu 24 Mio Menschen Medikamente gegen ihr RLS einnehmen. Dass die Ärzte dabei seit Jahrzehnten Medikamente verschreiben, die nicht zielführend sind, dämmert langsam vielen Fachärzten. Bei vielen Patienten nützen die Parkinson Medikamente nur kurzfristig. Langfristig verschlimmern sie die Sympome sogar. Diesen Missstand deckte die Sonntags-Zeitung in ihrem Beitrag vom 13.11.2016 auf.

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5 Kommentare

  1. Widmer
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    Hallo
    Gerne möchte ich meine Erfahrung mit dem RLS schildern. Meine Beschwerden begannen schleichend mit den Wechseljahen – allerdings schon anfangs 40. Anfangs konnte ich die ganzen Beschwerden wie Schmerzen und das Gefühl mich immer zu bewegen/laufen, nicht richtig zuordnen. Vor einem Urlaub mit einer Freundin, wollte ich aus Rücksicht meine Schlafprobleme wegen diesen unruhigen Beinen, mit einem Arzt besprechen. Nach der Untersuchung und der Blutanalyse bekam ich telefonisch Bescheid, dass ich ein Medikament in der Apotheke abholen könne. Ohne Beratung/Aufklärung seitens des Arztes wurden mir Parkinson-Medikamente verschrieben. Als ich zu Hause den Beipackzettel las, „standen mir die Haare zu Berge.“ Nebenwirkungen: Neigung zu Kleptomanie, Spiel- und Sexsucht etc… Gefahr von Persönlichkeitsveränderungen, die nicht zu meinem Wesen passten. Ich nahm keine dieser Pillen, sondern wandte mich an meine Frauenärztin. Sie verstand erst nicht, wieso ich mich weigerte diese Medikamente zu schlucken. Als erwachsene Person entscheide ich, was ich meinem Körper und Geist zumuten möchte. Somit hatte ich sie gebeten, mir Hormone zu verschreiben. Ich war überzeugt, dass „meine Beschwerden“ im direkten Zusammenhang mit den Wechseljahren stand. Für mich das kleinere Übel Hormone zu schlucken. Ich wollte testen, ob die RLS damit verschwinden. Nach kuzer Zeit war ich beschwerdefrei und reduzierte die Wirkstoffmenge nach ca. zwei Jahren. Seit gut drei Jahren nehme ich keine Hormone mehr und ich bin (55) glücklicherweise noch immer Beschwerdefrei. Vielleicht hilft meine Geschichte anderen Frauen in den Wechseljahren, die Beschwerden auch mit einem/r Frauenärtzin zu besprechen. Ein Versuch ist es wert, wenn Parkinson-Medikamenten so drastische Nebenwirkungen haben. Alles Gute!

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  2. Gerhard Girschweiler
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    Herzlich Dank für Ihren Beitrag. Es freut mich, dass Sie einen Weg zur Beschwerdefreiheit gefunden haben. Vielleicht hilft er tatsächlich anderen Frauen bei der Bewältigung ihrer RLS-Beschwerden. Bei schwangeren Frauen gibt es dieses temporäre Erscheinen von RLS auch. Bei vielen Frauen verschwinden die Beschwerden nach der Schwangerschaft wieder.
    Generell ist die Behandlung von RLS aber schwierig und jeder Patient benötigt seine individuelle Behandlung. Diese herauszufinden ist nicht immer einfach.

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  3. Simone Janssen
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    Hallo, ich muß sagen der obige Kommentar könnte mir tatsächlich helfen. Ich bin nun Anfang 50 und mein Arzt meinte das ich schon in den Wechseljahren sein könnte. Die Mißempfindungen in den Beinen und die damit verbundenen Schlafstörungen habe ich seit ca 1 Jahr. Wenn ich das Thema RLS anspreche reagieren die Ärzte meist hilflos. Das Parkison-Medikament wurde mir auch verschrieben. Ich habe eine Tablette testweise genommen. Es hat mich quasi in ein kleines Koma versetzt. Ich habe tief und sehr lang geschlafen. Am nächsten Tag war mir teilweise noch schwindelig und ich bekam Durchfall. Für Menschen die funktionieren müssen und einer Arbeit nachgehen definitiv nicht zu empfehlen – mal abgesehen von all den anderen Nebenwirkungen die auftreten könnten.
    Mich würde interessieren welche Hormone verschrieben wurden, dann würde ich es auch gern testen. Nun ist der Beitrag leider schon 5 Monate her. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Erkenntnisse in diese Richtung? Bis dahin hilft wohl nur der Selbstversuch…

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    • Norma Widmer
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      Grüezi Frau Janssen

      Mir half damals dieses Präparat: Femoston conti 0,5/2,5 ist ein Kombinationspräparat, das zwei Hormone enthält, die als Estradiol und Dydrogesteron bezeichnet werden. Sie werden zur sogenannten Hormonersatzbehandlung in der Menopause verwendet.
      Inzwischen bin ich Beschwerdefrei und benötige keine Hormonersatzpillen mehr.
      Viel Erfolg und alles Gute auf dem Weg zur Besserung.
      N. Widmer

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      • Simone Janssen
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        Hallo Frau Widmer,
        lieben Dank für Ihre schnelle Rückantwort! Ich werde dies auf jeden Fall bei meinem Frauenarzt anfragen. Zur Zeit bekomme ich ein Gestagen. Ich nehme es erst seit kurzem. Mal schauen ob dies eine ähnliche Wirkung hat wie ihr genanntes Präparat. Man muß es wohl laut Aussage des Frauenarztes über einen längeren Zeitraum einnehmen. Vielen Dank nocheinmal. Sollte ich Besserung verspüren werde ich es hier auf jeden Fall nocheinmal posten.
        Ihnen auch alles Gute weiterhin!
        S.Janssen

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