In den diagnostischen Kriterien für das Restless-Legs-Syndrom (RLS) wird die Schmerzreaktion weitgehend ignoriert. Eine Studie fand vor drei Jahren heraus, dass schmerzhafte Empfindungen ein wichtiger Punkt bei der Bestimmung des Schweregrades von RLS sein können.
160 Patienten mit RLS wurden von Juli 2011 bis Dezember 2013 in einer tertiären Schlafstätte retrospektiv untersucht. Für die Klassifizierung von Schmerzpatienten und Schmerzlosen beobachteten mehr als drei Spezialisten getrennt die Berichte und Beschwerden der Patienten, und die endgültige Entscheidung wurde im Konsens getroffen. Die demographischen und klinischen Merkmale, einschließlich Schlaf, psychiatrische Skalen und polysomnographische Daten wurden für die Studie überprüft.
Ergebnisse
23,8% der untersuchten RLS-Patienten berichteten über schmerzhafte Symptome von RLS. Bei Patienten mit RLS, die schmerzhafte Empfindungen hatten, wurden niedrigere Ferritinwerte, schwerwiegendere RLS-Symptome, Angst- und Depressionssymptome und eine geringere Lebensqualität festgestellt. Die Polysomnographie-Daten fanden heraus, dass Patienten mit RLS, die schmerzhafte Empfindungen hatten, eine längere Latenzzeit bis zum Beginn des Schlafes und einen niedrigeren periodischen Bewegungsindex (PLMI) hatten (p <0,05).
Schlussfolgerungen
Patienten, die schmerzhafte Empfindungen hatten, hatten schwerwiegendere RLS-Symptome und einen Trend zu einem niedrigeren PLMI im Schlaf. Anhand dieser Ergebnisse kann gefolgert werden, dass schmerzhafte Empfindungen ein wichtiger Punkt bei der Bestimmung des Schweregrades von RLS sein können.
Quelle: ScienceDirect
