Website-Icon RLS – Die vergessene Krankheit

Dünndarmfehlbesiedlung für RLS mitverantwortlich?

Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) kann bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) häufiger auftreten, so die vorläufigen Ergebnisse einer kleinen, neuen Studie.

SIBO ist die Abkürzung für Small Intestinal Bacterial Overgrowth, auf Deutsch Dünndarmfehlbesiedlung.

Die Ergebnisse zeigen, dass SIBO bei allen sieben Teilnehmern mit RLS gefunden wurde. Im Gegensatz dazu wird die Prävalenz von SIBO in der allgemeinen Bevölkerung auf nicht mehr als 15% geschätzt.

„Wir haben extrem hohe Raten von bakteriellen Dünndarmüberwucherungen in der RLS-Gruppe beobachtet“, sagte Hauptautor Daniel Jin Blum, Ph.D., D.B.S.M., ein zusätzlicher klinischer Ausbilder am Stanford Center for Sleep Sciences and Medicine in Redwood City, Kalifornien. „Die Erforschung der Beziehung zwischen RLS und der mikrobiellen Darmgesundheit hat das Potenzial, neue Wege für die mögliche Erkennung, Prävention und Behandlung von RLS und anderen Schlafstörungen zu eröffnen.“ SIBO ist eine Erkrankung, bei der seltene Darmbakterien im Darm überrepräsentiert sind.

Die Eisenarmut im Gehirn ist ein wichtiger Risikofaktor für RLS. Nach Ansicht der Autoren kann dieser Eisenmangel im Gehirn sekundär zu einem diätetischen Eisenmangel oder einer möglichen Darmentzündung führen.

Die Studienteilnehmer füllten Fragebögen über Schlaf und SIBO-Symptome aus und nahmen ein Fäkaliensammel-Set und ein SIBO-Atemtestkit mit nach Hause. Fäkalproben wurden vom University of Minnesota Genomics Center untersucht, und SIBO-Atemproben wurden von Aerodiagnostics auf Wasserstoff- und Methanananomalien untersucht.

Im Stanford Sleep Center werden weiterhin zusätzliche Studienteilnehmer eingestellt. Weitere Analysen werden die mikrobielle Zusammensetzung des Stuhles, die Subtypen des RLS-Eisenmangels und den Vergleich mit Schlaflosigkeit untersuchen.

Quelle: Science Daily

Die mobile Version verlassen