Diverse Untersuchungen legen eine erhöhte Prävalenz eines Bluthochdrucks bei RLS-Patienten nahe. Jetzt wurde zu diesem Zusammenhang eine Metaanalyse von Studien mit fast einer halben Million Menschen durchgeführt. Die Ergebnisse sind allerdings zwiespältig, wie Neuro Depesche München berichtet.
In der Recherche konnten acht auswertbare Querschnitts- und eine Kohortenstudie mit insgesamt 429 617 Teilnehmern identifiziert werden. Sieben Studien waren in den USA oder Europa durchgeführt worden und je eine in Taiwan und Mexiko. RLS-erkrankte Menschen hatten danach eine signifikant höhere Hochdruck-Prävalenz: Über alle Studien hinweg war die Wahrscheinlichkeit um 13% höher.
In der gepoolten Analyse dieser großen Stichprobe hatten die RLS-Patienten ein marginal, aber signifikant um > 10% erhöhtes Hypertonie-Risiko. Dies ist von großer Bedeutung, da ein Bluthochdruck einer der wichtigsten Risikofaktoren für (die Mortalität steigernde) kardiovaskuläre Erkrankungen ist. Der Zusammenhang sollte in prospektiven Studien unter Beachtung der wesentlichen kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht werden.
Quelle: Neuro Depesche München
